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14. Dez 2009

Gegen FC Schönberg phasenweise gut mitgehalten

Geschrieben von Bene | Kategorie Fussball

SG 03 Ludwigslust/Grabow – FC Schönberg 95 2:6 (0:3)

GRABOW – Dass die Landesliga-Fußballer der SG 03 Ludwigslust/Grabow im Achtelfinale des Landespokals gegen den klassenhöheren FC Schönberg ausgeschieden sind, ist keine große Überraschung. Die Niederlage war in der Deutlichkeit von 2:6 allerdings nicht unbedingt notwendig. Immerhin gelang es der Heimelf, durch zwei späte Tore ein frustrierendes “Null” auf der Habenseite zu vermeiden. Die Heimelf zeigte im Grabower Waldstadion wenig Respekt vor dem großen Namen. Die Spieler gingen mit dem vom Trainer geforderten Einsatz in die Zweikämpfe, aber auch spielerisch sah das ordentlich aus. So scheiterte Steffen Kretschmer nach gelungenem Doppelpass mit Jens Richter am gut reagierenden FC-Keeper Jens Schmidtke, der Nachschuss wurde zur Ecke abgeblockt (12.). Wenig später ließ Tim Lüdeke zwei Gegenspieler aussteigen und verfehlte knapp das Ziel (15.). Die erste nennenswerte Szene der Gäste führte gleich zum 0:1. Bei einem langen Abschlag war die SG-Defensive nicht im Bilde. Der Ball wurde auf rechts herausgelegt, die anschließende Flanke landete bei Patrick Piesker, der alle Zeit der Welt hatte und Kay Roby keine Abwehrchance ließ (23.). Der Landesligist agierte in dieser Phase einige Male überhastet. Darunter litt die Genauigkeit. Dagegen zeigte der Favorit, was Eingespieltheit bedeutet. Erneut ging es schnell über die rechte Seite. Niwar Jasim startete genau im rechten Moment und hielt “nur” noch den Fuß hin – 0:2 (29.). Dem 0:3 ging ein Irrtum des Unparteiischen voraus, der einen abgerutschten Schuss als von einem Abwehrspieler abgefälscht sah und auf Ecke entschied. Der missglückte Klärungsversuch von Robert Radeck hätte wohl einen Handelfmeter nach sich gezogen, doch Thomas Haese machte alle Diskussionen überflüssig, indem er den Ball aus kurzer Distanz ins Netz setzte (33.). Auch wenn die Schönberger insgesamt die bessere Spielanlage zeigten, so hatte auch die SG 03 weiterhin ihre Chancen. Thomas Wieseke versuchte es aus der Distanz, nachdem er sich gut durchgesetzt hatte (36.), und ein Kopfball von Patrick Breß war etwas zu hoch angesetzt (43.). Zu Beginn der zweiten Halbzeit rückten die unbelehrbaren Chaoten kurzzeitig wieder in den Mittelpunkt. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie, weil auf der Tribüne ein bengalisches Feuer gezündet worden war, und das trotz unübersehbarer Polizeipräsenz. Dieser notierte Vorfall dürfte ebenso ein Nachspiel haben, wie die diskriminierenden Schmährufe gegenüber einem ausländischen Schönberger Spieler. Auf dem Platz änderte sich wenig am generellen Bild der ersten Halbzeit: Der Landesligist hielt gut mit, leistete sich aber immer wieder Fehler, die vom Gegner eiskalt bestraft wurden. So konnten mehrere Rettungsversuche und vehementes Abseitsreklamieren nicht verhindern, dass Thomas Haese seine zweiten Treffer markierte (58.). Als auf der anderen Seite der geforderte Elfmeterpfiff ausblieb (60.), war die Empörung komplett. Das 0:5 hatte man sich allerdings wieder selber zuzuschreiben. Nach einem katastrophaler Ballverlust am Strafraum nahm Thomas Haese das Geschenk dankend an und überwandt Kay Roby mit überlegtem Lupfer (65.). Es kam noch dicker für die Heimelf. Einen Konter schloss der eingewechselte Marko Riegel mühelos zum 0:6 ab (85.). Doch die SG-Kicker bewiesen Moral. Tim Lüdeke gelang per Sonntagsschuss der verdiente Ehrentreffer (88.), und Thomas Wieseke konnte in der Nachspielzeit sogar noch das 2:6 nachlegen. Für SG03-Übungsleiter Jörg Schwanbeck überwogen nach dem Schlusspfiff trotz der klaren Niederlage die positiven Aspekte: “Ich hatte von Schönberger Seite noch mehr erwartet. Sie sind zweifellos in Sachen Spielanlage einen Schritt weiter. Aber auch wir haben den Ball phasenweise gut laufen lassen, und deshalb bin ich stolz auf meine Mannschaft. Wenn wir die leichten Fehler und Ballverluste abstellen können, sind wir auf dem richtigen Weg.” Die echten Grabower Fans waren in Gedanken nicht nur bei diesem Spiel. Sie wünschten Torsten Pössnicker mittels eines Transparentes “gute Besserung”. Diesen Wünschen kann man sich nur anschließen. Der langjährige Mannschaftskapitän der SG 03 musste nach einem Arbeitsunfall am Fuß operiert werden.

Der Bericht entstammt der Schweriner Volkszeitung (Thomas Willmann)

SG 03: Roby – Feldmann, Radeck, J. Duske, Wieseke, Zantow, Richter (73. Zachhuber), Bahls (67. Wischnat), Lüdeke, Kretschmer (67. Zimmermann), Breß.

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