SG 03 setzt auf Wunschkandidaten
Nicht nur den Fußball fest im Griff: Björn Kasch (l.) und Matthias Belke (r.) sind sich stellvertretend für den gesamten SG03-Vorstand sicher, mit Jörg Schwanbeck als neuem Vereinssportlehrer eine sehr gute Wahl getroffen zu haben. Obwohl von einer zielgerichteten Rückrundenvorbereitung bei den Landesliga-Fußballern der SG 03 Ludwigslust/Grabow derzeit auf Grund der anhaltend winterlichen Verhältnisse keine Rede sein kann, hat Übungsleiter Jörg Schwanbeck alle Hände voll zu tun. Der 38-Jährige ist seit Anfang des Monats hauptberuflich als Vereinssportlehrer der SG 03 tätig und geht in seiner neuen Arbeit voll auf: “Es macht mir unheimlich viel Spaß. Du erkennst, was für ein Apparat hinter einem funktionierenden Verein steht, lernst gerade jetzt in der Anfangsphase jeden Tag, ja fast jede Stunde neue Bereiche und Aufgaben kennen.” Von der Idee, einen eigenen Vereinssportlehrer einzusetzen, bis zur konkreten Realisierung war es ein weiter Weg. Es gab durchaus kontroverse Diskussionen, letztlich stand der Vorstand aber geschlossen hinter diesem Vorhaben: “Mit der Fusion von SSV Ludwigslust und Grabower FC zur SG 03 sind wir im Juli 2003 neue Wege gegangen. Der Vereinssportlehrer ist aus unserer Sicht ein nächster logischer Schritt”, sagt Björn Kasch. “Jörg war unser Wunschkandidat, er kennt den Verein in- und auswendig”, betont der stellvertretende Vorsitzende der Abteilung Fußball. Die SG 03 Ludwigslust/Grabow zählt mit ihren aktuell rund 750 Mitgliedern zu den größten Sportvereinen im Kreis. Knapp die Hälfte davon sind dem Kinder- und Jugendbereich zuzuordnen. Sportart Nummer eins ist der Fußball. In den 15 Mannschaften, die bis hin zur Verbandsliga aktiv sind, gehen mehr als 340 Kicker, vom Bambino bis zum “Oldie”, auf Torejagd. “Wir sind stolz auf das erreichte Niveau. Das zu halten, beziehungsweise weiter auszubauen, ist aber kein Selbstläufer. Auf lange Sicht ist das auf ehrenamtlicher Basis nicht mehr lösbar”, ist sich Vorstandsmitglied Matthias Belke sicher.
Wobei das Ehrenamt natürlich ein ganz wichtiger Eckpfeiler bleibt. Ohne die rund 50 Übungsleiter würde nichts laufen. Die Koordination, der erhebliche administrative und organisatorische Aufwand, wird künftig ein Betätigungsfeld von Jörg Schwanbeck sein. “Es geht auch darum, erst einmal abzufragen, wo Defizite liegen und wie man da am besten Abhilfe schaffen kann.” Ein weiterer Bereich wird die Außenwirkung sein, etwa in Form einer kontinuierlichen Betreuung der Sponsoren. “Wir sind als Verein in das Wirtschaftsbündnis Städtedreieck eingebunden und wollen uns als Baustein einbringen”, so Björn Kasch. Man sei schon desöfteren von Unternehmen angesprochen worden, denen es an geeigneten Auszubildenden mangele. Da verstehe man sich gewissermaßen als Geber-Nehmer-Plattform, als mögliches soziales Netzwerk im Sinne des selbstgewählten Slogans: “Jugendförderung ist unsere gemeinsame Investition in die Zukunft.” Wenn es gelinge, jungen Menschen eine Lebensperspektive in der Region zu bieten, würden alle Seiten entscheidend davon profitieren. Nachdem der Vereinssportlehrer SG03-intern über den Status der reinen Idee hinausgekommen war, wurden im vergangenen August erste Gespräche mit dem Landessportbund geführt. Bis alles weitere Schritt für Schritt abgearbeitet war und man grünes Licht geben konnte, vergingen noch einmal rund vier Monate: “Ende Dezember hatten wir alles soweit dicht, dass wir bei einem ,Okay’ ruhig schlafen konnten”, spricht Matthias Belke von einem intensiven Prozess. Die Finanzierung basiert danach auf vier Säulen. Neben dem Landessportbund, den Kommunen Ludwigslust und Grabow sowie der freien Wirtschaft bleibt auch für den Verein noch ein kleiner Eigenanteil. “Das sind alles zusätzlich generierte Mittel, die nicht aus einem anderen Topf des Vereins entnommen werden”, hebt Belke hervor. Die Förderung muss jedes Jahr neu beantragt werden. Das Projekt ist aber langfristig angelegt, gemäß des sogenannten Olympiazyklus zumindest bis 2013 in der Planung des Landessportbundes. Die Initiatoren wollen einem Vorurteil von vorn herein offensiv begegnen: “Jörgs Tätigkeit ist zum Wohle des Gesamtvereins ausgelegt. Natürlich möchten wir die Synergieeffekte auch nutzen, um fußballerisch in Richtung Verbandsliga angreifen zu können. Das ist aber nicht das vordergründige Ziel. Sein Traineramt der ersten Mannschaft übt er weiterhin ehrenamtlich aus.” Alle Abteilungen müssten den Vereinssportlehrer perspektivisch als gute Sache und der eigenen Arbeit hilfreich schätzen lernen. Das sei entscheidend für die breite Akzeptanz der Hauptberuflichkeit. “Ich bemühe mich täglich, alle mit ins Boot zu holen. Wir haben schon gute Gespräche geführt und ich bin sicher, dass alles in den richtigen Bahnen verläuft”, gibt sich Jörg Schwanbeck nach seinen ersten Tagen in der neu geschaffenen Geschäftsstelle der SG 03 im “Großen Kamp” in Ludwigslust optimistisch. “Wer mir ehrlich gegenübertritt, kann alles von mir haben.”

Herzlichen Glückwunsch mein lieber Jörg , du bist denke ich die beste Lösung für diesen tollen Posten und deine Ernennung eine sehr gute Anerkennung deiner bisherigen Arbeit . Weiter so und die Verbandsliga muss kein Traum mehr bleiben . gruß Levi