Trotz des 2:1-Heimerfolges nicht überzeugt
GRABOW Trotz des 2:1-Heimerfolges seiner SG03 Ludwigslust/Grabow gegen den SV Bad Kleinen konnte Übungsleiter Jörg Schwanbeck der gezeigten Leistung wenig abgewinnen und machte das bei der ersten Auswertung direkt nach dem Schlusspfiff auch deutlich: „Jungs, spielerisch war das ganz schwach. Von Cleverness kann angesichts der vielen ausgelassenen Großchancen keine Rede sein. Wir haben uns in Einzelaktionen aufgerieben, der letzte Pass kam in der Regel unsauber, und die Staffelung im Sturm stimmte nicht.“ Schwanbeck schloss dann aber doch mit versöhnlichen Tönen: „Wir haben drei Punkte geholt, und an den Fehlernmüssen wir eben arbeiten.“ Dass die Partie mit einer halben Stunde Verspätung begann, lag an den Unparteiischen, die sich an der im Internet angegebenen Anstoßzeit von 15 Uhr orientiert hatten. Diese ist aber selbst durch das Abtreten des Heimrechtes an die SG03– Bad Kleinen war in der Hinrunde nicht in Grabow angetreten – schwerlich zu erklären, da auch Bad Kleinen seine Heimspiele laut Ansetzungsheft um 14 Uhr austrägt. „Im Waldstadion haben wir noch nie um 15 Uhr gespielt. Das ist doch Blödsinn“, ärgerten sich nicht nur die Fans. Auf dem Platz war der Tabellenzweite schnell tonangebend. Aber schon in der Anfangsphase fehlte es an der nötigen Präzision. Insbesondere Torjäger Danny Thomas hatte offensichtlich kein Zielwasser getrunken. Sein erster Kopfball war noch ordentlich angesetzt (5.), und in der Nächsten Szene fan der in Perry Rodewald seinen Meister (20.). Der frühere Grabower in Reihen der Gäste bedankte sich für den herzlichen Empfang an alter Wirkungsstätte mit zahlreichen erstklassigen Paraden. So verkürzte er gegen Jens Duske geschickt den Winkel (20.)und bekam bei einem weiteren Thomas-Kopfball noch die Fäuste hoch (26.). Zwischen diesen beiden Szenen lag ein katastrophaler Abspielfehler von Mark Kunert, den Felix Krüger nicht nutzen konnte (22.). In der 29. Minute schien der Bann gebrochen. Der sträflich frei stehende Jens Richter verwertete eine Thomas-Flanke zum1:0. Auch beim2:0 stimmte die Zuordnung in de Gäste-Abwehr nicht. Nach einer Ecke konnte Jens Duske unbedrängt auf Philip Wischnat ablegen, der sich diese Chance nicht entgehen ließ (42.). Die SG-Hintermannschaft machte es ihrerseits allerdings nicht besser. Felix Krüger wurde nur halbherzig gestört und erzielte mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit den Anschlusstreffer. Nach dem Seitenwechsel fand die SG keine spielerische Linie mehr. Die ansonsten wenig Torgefahr ausstrahlenden Gäste waren bei drei Freistößen dem Ausgleichnahe (54./57./59.). Auf der anderen Seite schien Perry Rodewald die Bälle regelrecht anzuziehen (63./70./73./ 75./77.). Und als er einmal nicht zur Stelle war, klärte ein Abwehrspieler (61.). Letztlich brachte die Heimelf den knappen Vorsprung über die Zeit.
Jörg Schwanbeck möchtesich auf diesem Weg einmalbei seinem Co, Nico Jäckel, bedanken, der ihm in den vergangenen Wochen den Rücken frei gehalten und im Training sehr gut mit den Spielern gearbeitet hat.
ThomasWillmann
SG03 Ludwigslust/Grabow: Roby – Kunert, Diehn, Feldmann, Zantow, J.Duske, Richter (80.M.Duske), Kretschmer, Wischnat, Breß (80. Lüdeke), Thomas (75. Bahls).
